Seitensprungportal „Ashley Madison“ und Nutzer einigen sich

von Dr. Datenschutz

In dem Seit Juli 2015 laufenden Verfahren zwischen den Betreibern des Seitensprungportals „Ashley Madison“ und seinen Nutzern steht eine Einigung kurz bevor. Die Parteien reichten am vergangenen Freitag (14. Juli 2017) einen Vergleichsvorschlag ein, der das Verfahren zu einem einvernehmlichen Ende bringen soll. Die erforderliche gerichtliche Zustimmung des United States District Court for the Eastern District of Missouri steht noch aus.

Was war passiert?

Bei Ashley Madison handelte es sich im Grunde um ein Dating Portal. Ziel des Portals war jedoch nicht die Vermittlung ewiger Liebe, sondern der diskrete Seitensprung. Das Portal richtete sich seinem Design nach daher auch an verheiratete Personen oder solche, die sich in einer festen Beziehung befanden. Im Rahmen der Anmeldung wurden natürlich umfangreich personenbezogene Daten abgefragt. Um bei dem prekären Angebot von Ashley Madison das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen, wurden die hohen Sicherheitsstandards vom Betreiber besonders hervorgehoben.

Im Juli 2015 kamen dem Betreiber in Zusammenhang mit einem Hackerangriff dennoch eine Vielzahl personenbezogener Daten abhanden. Betroffen waren die Daten von ca. 37 Millionen Nutzern, die kurz darauf im Internet veröffentlicht wurden. In Zusammenhang mit der Veröffentlichung stellte sich heraus, dass die Betreiber von Ashley Madison mit der Hilfe von Bots wohl umfangreich falsche Profile unterhielten, die Nutzer aus Fleisch und Blut letztendlich zum Erwerb kostenpflichtiger Inhalte veranlassen sollten. Außerdem stellte sich heraus, dass sich unter den veröffentlichten Daten auch die Daten solcher Nutzer befanden, die ihre Profile gegen einen Aufpreis löschen ließen.

Im Anschluss an den Datenschwund gingen sowohl die Federal Trade Commission (FTC) als auch betroffene Nutzer gerichtlich gegen den Betreiber von Ashley Madison vor ...

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