Claims im internationalen Anlagengeschäft (II) – Sachliche Claims

Möchte man Claims systematisieren bzw. versuchen, Claims in Form unterschiedlicher Claimarten systematisch darzustellen, zeigt sich in der Literatur ein interessantes Bild. Es gibt nur wenig Einigkeit, was die genauen Bezeichnungen angeht. Oftmals verstricken sich die Definitionen in Widersprüchen. Die Mehrzahl der Veröffentlichungen zu dem Thema begnügt sich mit einer unstrukturierten Aufzählung und anschließenden Diskussion unterschiedlichster Claimereignisse. Dadurch, dass es unzählig viele verschieden Claimereignisse gibt, scheint eine vollständige Erfassung aller Claims nicht möglich zu sein. Allerdings ermöglichen die drei Grundtypen von Claims, die bereits in „Claims im internationalen Anlagengeschäft (I)“ dargestellt wurden, eine grundlegende Systematisierung der verschiedenen Claimarten. Durch eine weitgehende Strukturierung können die relevanten Claimarten diesen Grundtypen von Claims systematisch zugeordnet werden. In diesem ersten Schritt geht es nun um die sachlichen Claims.

Sachliche Claims – Wenn die Leistung nicht ordnungsgemäß ausgeführt wird

Sachliche Claims entstehen fortwährend dann, wenn unklare vertragliche Leistungsspezifikationen vorliegen oder unvollständige Änderungen an diesen vorgenommen wurden und aus diesem Grund Unklarheiten über den geschuldeten Leistungsgegenstand bestehen. Der Auftragnehmer bzw. -geber kann von der anderen Seite die Erbringung einer Leistung fordern, die ihr nach ihrer Vertragsauslegung zusteht. Sollte eine Leistung nach Ansicht einer Vertragspartei schlecht oder gar nicht erfüllt worden sein, kann es ebenfalls zu sachlichen Claims kommen. Die Partei kann in einem solchen Fall die korrekte Erfüllung einer bestimmten sachlichen Leistung nachfordern ...

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