AGG-Hopper – Wie man sich als Arbeitgeber schützen kann

Abwehrmittel gegen AGG-Hopping ist eine sorgfältige Dokumentation des Bewerbungsprozesses, um den Nachweis eines Rechtsmissbrauchs erbringen zu können

Das AGG brachte mit seiner Einführung diverse Verbesserungen. Allerdings erschuf es auch einen für den Arbeitgeber unschönen Trend: Das AGG-Hopping. Immer wieder versuchen Bewerber für vermeintliche Diskriminierungen im Bewerbungsverfahren nach dem AGG entschädigt zu werden.

Dies geht soweit, dass die Bewerbung teils nur zu diesem Zweck gestartet wird. Es bewerben sich daher deutlich über- oder auch unterqualifizierte Bewerber für eine Stelle.

Jurist geht gegen Diskriminierung vor und fordert Entschädigung

Im wohl bekanntesten Fall in Deutschland hatte sich ein Jurist im Jahr 2009 für eine Nachwuchs-Stelle bei einer Versicherung beworben. Als Einstellungsvoraussetzung nannte diese auch einen zeitnahen Hochschulabschluss. Der sich bewerbende Jurist gab unter anderem an, er verfüge als Rechtsanwalt und ehemals leitender Angestellter über große Führungserfahrung.

Allerdings wurde er abgelehnt und verlangte im Anschluss von der Versicherung zunächst EUR 14.000 wegen vermeintlicher Altersdiskriminierung. Danach erfuhr er auch noch, dass die vier offenen Stellen ausschließlich mit Frauen besetzt wurden. Dies nahm der Jurist als Grundlage für eine weitere Entschädigungsforderung in Höhe von EUR 3.500. Tatsächlich gab es gleichviele männliche und weibliche Bewerber. Das Verhalten des Unternehmens stelle nach Ansicht des Juristen eine Diskriminierung aufgrund seines Geschlechtes dar ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK