Ich hab Ihren Artikel schon gelesen…

Gelegentlich korrigiere ich immer noch Klausuren im juristischen Universitätsbetrieb. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen ist es ganz interessant, die heutigen Anforderungen in der Juristenausbildung mitzuverfolgen. Zum anderen wird die Tätigkeit natürlich auch – nicht wirklich fürstlich – bezahlt.

Und schließlich bin ich ja auch als Anwalt im Rahmen der Prüfungsanfechtung tätig. Da schadet es sicher nicht, wenn man auch die Sicht des Korrektors aus eigener Erfahrung kennt und sie so im Rahmen des Mandats nachvollziehen und ggf. kritisieren kann.

Noch nicht erlebt hab ich dagegen, dass sich beides überschnitten hat. Aber vor einigen Monaten hielt ich meine Korrektorensprechstunde der Vorgerücktenübung ab (alle tatsächlichen Angaben sind, wie immer, verfremdet, um jede Erkennbarkeit von Personen auszuschließen), in der die Studenten noch einmal mündlich mit mir durchsprechen können, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, warum sie genau diese Noten erhalten haben und wie sie künftig noch mehr Punkte bekommen können.

Bei dieser Korrektorensprechstunde betrat ein Student das Sprechzimmer aber gleich mit den Worten „Ich hab Ihren Beitrag zu Prüfungsanfechtungen gelesen und…“ – damit meinte er offensichtlich den Artikel „So funktioniert eine Prüfungsanfechtung“ für das Portal 123recht.net.

Der Student wollte konkret nicht wirklich die Benotung anfechten im wahrsten Wortsinne, sondern einfach eine höhere Punktzahl ...

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