Facebook Custom Audience: Vereinbar mit Datenschutzrecht?

Bereits im Jahr 2016 hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) stichprobenartig mehrere Unternehmen hinsichtlich ihrer Verwendung von Facebook Custom Audience überprüft. Im Mittelpunkt standen dabei Facebook Custom Audience über die Kundenliste und das Pixel-Verfahren. Auch in diesem Jahr bleiben die umstrittenen Marketing-Tools im Fokus der Datenschützer. Uns liegt nun ein Schreiben vor, in dem sich das BayLDA zur rechtlich zulässigen Nutzung beider Dienste positioniert. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie das BayLDA die Facebook-Tools datenschutzrechtlich einordnet und wie eine rechtskonforme Nutzung möglich ist.

A. Rechtliche Fallstricke bei Facebook Custom Audiences

Bei einer Custom Audience handelt es sich um ein Marketing-Tool, mit dem unnötige Werbekosten durch Streuverluste erheblich gesenkt werden können. Ein werbetreibendes Unternehmen kann durch die Definition einer Zielgruppe in seinem Facebook-Account gezielt nur solche Facebook-Nutzer bewerben lassen, bei denen ein Interesse an der jeweiligen Werbung vermutet wird.

Zahlreiche Plattformen bieten Custom Audiences an, wie z. B. Twitter („Tailored Audiences“) und Google („Customer Match Audiences“). Seit Einführung des Marketing-Tools bei Facebook im Jahr 2012 steht jedoch der Zuckerberg-Konzern im Fokus der Datenschützer.

B. Facebook Custom Audience über die Kundenliste

Eine Variante der von Facebook angebotenen zielgruppenorientierten Werbung – und im Fokus der stichprobenartigen Überprüfung des BayLDa – ist Facebook Custom Audience über die Kundenliste. Dieses Tool ermöglicht ein sehr genaues Targeting.

I. Wie funktioniert Custom Audiences über die Kundenliste?

Custom Audience über eine Kundenliste funktioniert folgendermaßen:

1. Schritt:

Das werbetreibende Unternehmen lädt eine eigene Kundenliste mit Daten (z. B ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK