Angeblich bissige Katze wird zum Gerichtsprozess geladen

von Jannina Schäffer

Eine Frau aus Großmehring (Bayern) gibt an, von der Katze ihrer Nachbarin gebissen worden zu sein und fordert 2000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht Ingolstadt hat die Katze deswegen jetzt zum Prozess vorgeladen.

Angeblich biss das beschuldigte Tier der Frau im Januar auf einem Spaziergang ohne Vorwarnung in den Oberschenkel. Die Frau ist sich sicher, dabei die Katze ihrer Nachbarin erkannt zu haben und fordert von der Nachbarin 2000 Euro Schmerzensgeld. Die 21-jährige Nachbarin bestreitet dies: „Meine Katze hat noch nie ein aggressives Verhalten gezeigt.“

Nachts sind alle Katzen grau!

Das Ingolstädter Landgericht hat wegen der unübersichtlichen Faktenlage einen ungewöhnlichen Schritt gewagt. Die „streitgegenständliche Katze“ wurde vorgeladen. Eine absolute Ausnahme, denn normalerweise herrscht am Gericht ein absolutes Tierverbot.

„Welche Katze war es?“ Die entscheidende Frage stellt Richterin Linz-Höhne gleich zu Beginn der Verhandlung der Klägerin. Da sich der Vorfall im Dunkeln ereignet hatte, stellte die Richterin die Vermutung in den Raum, dass es sich bei der bissigen Katze um eine „Fremdkatze“ handeln könne. In der Nachbarschaft gäbe es nämlich noch andere Katzen, die dem vorgeladenen Tier ähnlichen sehen würden. Die Richterin äußerte dazu: „Bei Nacht sind alle Katzen grau“ ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK