bpv Hügel: Nationalrat beschließt 30% Geschlechterquote für Aufsichtsräte

Christoph Nauer © bpv Hügel/Peter Rigaud

Corporate Governance und Geschlechterdiversität – Der Nationalrat hat am 28.06.2017 eine 30%-Geschlechterquote („Frauenquote“) für Aufsichtsräte von börsenotierten Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit mehr als 1.000 Beschäftigten beschlossen. Das „Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat“ tritt mit 01.01.2018 in Kraft.

Die Quote gilt für börsenotierte Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit mehr als 1.000 Arbeitnehmern. Zukünftig muss ein Anteil von zumindest 30% Frauen im Aufsichtsrat vertreten sein. Die Männer werden – aus verfassungsrechtlichen Gleichheitsgründen – ebenso geschützt: Auch 30% Männer sind Pflicht.

Wenn die Geschlechter „unter sich bleiben“ gilt keine Quote: Nur wenn die Belegschaft eines Unternehmens aus zumindest 20% eines Geschlechts besteht, gilt für dieses Geschlecht die 30% Quote im Aufsichtsrat. „Hier vermischt der Gesetzgeber Corporate Governance-Zielsetzungen für den Aufsichtsrat und die Geschlechter-Repräsentation in der Belegschaft“, konstatiert Christoph Nauer, Partner bei bpv Hügel.

Es ist zulässig, dass die Quote von den Kapitalvertretern und den vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat entsendeten Arbeitnehmervertretern zusammen erfüllt wird. „Übererfüllt“ eine Seite, reduziert dies die Anforderungen der anderen Seite ...

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