Landgericht Coburg: Arglistige Täuschung durch Gold International SE

von RAin Lachenmann

In einem von meiner Kanzlei vertretenen Rechtsstreit hat das Landgericht (LG) Coburg klar entschieden, dass die Firma Gold International SE meinen Mandanten (Kläger) im Jahr 2013 in Telefonaten eine arglistige Täuschung begangen und ihn so veranlasst hat, Geld in die „Gold Aktie“ zu investieren. Sie muss deshalb den gesamten vom Kläger bezahlten Betrag zurückzahlen und hat keinen Anspruch auf weitere Zahlungen.

Wieder einmal wurde Gold International SE in einem von mir vertretenen Fall zur Rückzahlung verurteilt. Das LG Coburg hat zwei Zeugen vernommen, die den Kläger zu dem Kauf der Gold Aktie überredet und durch undurchsichtige und verschwommene Angaben dazu brachten, sein letztes Geld in die Aktie zu investieren. Dies stellt laut LG Coburg eine arglistige Täuschung dar. Das LG Coburg wörtlich:

„Die Aussagen der beiden Zeugen waren geprägt von dem Vermeiden konkreter Antworten auf konkrete Fragen und dem offenkundigen Bestreben, ausweichende Antworten zu geben.“

Das Gericht hielt beide Zeugen des Unternehmens für unglaubhaft. Dagegen hielt das Gericht die Aussagen des Klägers für uneingeschränkt glaubhaft, der vorgetragen hatte, dass ihm mitgeteilt worden sei, dass es eine Aktie gebe, die nicht fallen könne. Außerdem wurde dem Kläger gegenüber behauptet, er könne in spätestens 1 Jahr aus € 5.000 durch den Kauf der Aktie der Gold International SE einen Betrag von € 20.000 machen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK