Crowdinvesting, ein Vergleich zwischen Deutschland und Österreich. Teil I

Einleitung
Im Post "Crowdfunding eine Einletung..." hatte ich versucht, in Grundrissen darzulegen, welche Finanzierungsbedürfnisse das Finanzmittel "Crowdfunding" entstehen ließen, welche Formen von Crowdfunding vorliegen, in welchem Ausmaß das Internet zu diesen Finanzierungsformen beiträgt, wie viele Parteien es gibt und welche Rolle sie spielen sowie welche Vorteile das Crowdfunding mitbringt.

Als wir die verschiedenen Formen des Crowdfunding definierten, haben wir insbesondere zwei Modelle dadurch ausgezeichnet, dass sie zur Finanzierung von Startup-Unternehmen dienen. Sie sind Crowdlending und Crowdinvesting. Unternehmen nehmen diese Modelle in Anspruch, um sich durch die Ausgabe von nicht wertpapiermäßig verbrieften Vermögensanlagen zu finanzieren. Hierbei stoßen wir auf einen zentralen Punkt, welcher der Regelung der Crowdinvesting zugrunde liegt. KapitalmarktrechtlerInnen kennen diese Sache, jedoch sind andere LeserInnen darüber aufzuklären. Es gibt zwei Arte von Anlagen. Sie sind entweder die Wertpapieranlagen oder die nicht wertpapiermäßig verbrieften Vermögensanlagen(In Österreich heißt es im Kapitalmarktgesetz Veranlagungen). Die Wertpapieranlagen werden am geregelten Markt ausgegeben(Emmission) und gehandelt(Handel am Sekundärmarkt). Zur Emmision und zum Handel sollen die Emittenten sowohl die Zulassungspflichten(Prospektpflicht usw) als auch die Folgepflichten(Berichterstattung, Ad-hoc-Publizität usw) erfüllen. Die Vermögensanlagen hingegen werden am grauen Markt ausgegeben. Sie sind grundsätzlich nicht fungibel, deswegen findet der Handel von Vermögensanlagen seltsam statt, nämlich gibt es für sie fast keinen Sekundärmarkt. Was den grauen Markt besonders macht, ist es, dass der Anbieter für seine Aktivität keinen Erlaubnis der Marktaufsicht braucht und er im Vergleich zu eınem Anbieter am organisierten Markt wenige Pflichten am grauen Markt erfüllen soll ...Zum vollständigen Artikel


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