Multiple-Choice: Fluch oder Segen für Studenten? Rechtliche Grundlagen für Multiple-Choice-Prüfungen im Überblick.

Du freust dich.

Denn dein Professor hat gerade angekündigt, dass die kommende Prüfung ein Multiple-Choice-Test sein wird. Wenig lernen, wenig Aufwand, hohe Bestehenschance – nichts leichter als das.

Oder?

Was für die einen Studenten wie ein Segen aussieht, ist für die anderen längst zum Fluch geworden. Denn ob deine Antworten als richtig oder falsch gewertet werden, entscheiden meist technische Tools, die deine Kreuze auslesen. Das ist kein Problem, so lange Fragen eindeutig gestellt und Antworten eindeutig zuordenbar sind – und natürlich so lange die Technik nicht versagt.

Doch das ist leider nicht immer der Fall.

Mit professioneller Unterstützung von Fachanwältin Veronika Wiederhold klären wir in diesem Artikel, wo die Chancen und wo die Fallstricke von Multiple-Choice-Prüfungen liegen. Dabei lernst du rechtliche Grundlagen, mögliche Fehlerquellen und Möglichkeiten, gegen eine fehlerhafte Prüfung vorzugehen, kennen.

Hallo Frau Wiederhold. Heute wollen Sie uns etwas über die rechtlichen Rahmenbedingungen von Multiple-Choice-Prüfungen beibringen. Was ist das Besondere an Prüfungen im Multiple-Choice-Verfahren?

Das Besondere bei Prüfungen im Multiple-Choice-Verfahren besteht in der Fragetechnik, weil auf eine Frage jeweils mehrere vorformulierte Antworten zur Auswahl stehen. Dadurch hat der Prüfling keine Möglichkeit, die Frage frei zu beantworten oder seine Antwort zu erläutern.

Die Prüfungsleistung wird dabei nicht – wie sonst üblich – nachträglich individuell von einem Prüfer bewertet, sondern in der Regel mit technischen Hilfsmitteln ausgewertet. Die eigentliche Prüfertätigkeit wird dadurch in maßgeblicher Weise vorverlagert, insbesondere in die Auswahl der Fragen, die Ausarbeitung der richtigen Antworten und die Festlegung der Bewertungsmaßstäbe ...

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