Kann Duschen im Stehen eine vertragswidrige Nutzung darstellen? Zum Urteil des Landgericht Köln

Das Landgericht Köln hat entschieden, dass das Duschen im Stehen eine vertragswidrige Nutzung sein kann, wenn die Badewanne nur halbhoch gefliest war und mit jedem Duschen Spritzwasser in die ungefliesten Wandanteile eindringt (Urteil vom 24.02.2017 – 1 S 32/15).

Damit hob das LG Köln ein Urteil des AG Köln auf und die Klage wurde insgesamt abgewiesen. Das Amtsgericht hatte den Vermieter verurteilt, den im Badezimmer vorhandenen Schwarzschimmel im Wandbereich durch geeignete bauliche Maßnahmen zu beseitigen und außerdem festgestellt, dass die Mieter zur Minderung der Miete wegen des Schimmels in Höhe von 10 % berechtigt seien.

Schimmelbefall als Mangel der Mietwohnung

Unstreitig ist zwischen den Parteien, dass seit Frühjahr 2013 bis heute im Badezimmer der von den Klägern angemieteten Wohnung an zwei Wänden über der Badewanne ein kräftiger Schimmelbefall vorliegt, und zwar im Spritzwasserbereich der Duschbrause oberhalb des verfliesten Anteils der Wände.

Dieser Schimmelbefall ist rechtlich als Mangel der Mietwohnung zu qualifizieren, woraus sich grundsätzlich ergibt, dass die Beklagte als Vermieterin zur Beseitigung dieses Mangels verpflichtet ist (§ 535 Abs. 1 S ...

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