Schadensersatz nach Verkehrsunfall – die Kosten der Ersatzbeschaffung

von Daniel Nowack

Wird das eigene Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall so sehr beschädigt, dass ein Totalschaden vorliegt, ist die wirtschaftlich sinnvollste Art der Schadenswiedergutmachung die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges. In diesem Zusammenhang entstehen einige Kosten, bei welchen sich die Frage stellt, ob auch diese vom Schädiger bzw. dessen Versicherung zu übernehmen sind. Im Einzelnen geht es beispielhaft um folgende Schadenspositionen:

An- und Abmeldekosten

Die Kosten für die Abmeldung des alten und die Anmeldung des neuen Fahrzeuges sind durch den Schädiger zu erstatten. Hierzu gehören die tatsächlichen Gebühren, welche durch die Behörden erhoben werden, als auch die Kosten für neue Kennzeichen.

Die Ummeldekosten werden nur erstattet, wenn eine Ummeldung tatsächlich erfolgt ist. Umstritten ist, ob die Kosten nur gegen Vorlage der jeweiligen Rechnungen erstattet werden oder ob auch die Zahlung einer Pauschale zulässig ist. Auf der sicheren Seite ist hier also derjenige, der die jeweiligen Belege auch aufhebt und vorlegen kann.

Autobahn- oder Parkvignette

Die Kosten für fahrzeugbezogene Vignetten sind vom Schädiger zu erstatten, da spätestens durch das Ablösen der Vignette von der Windschutzscheibe die Vignette unbrauchbar wird. Die Kosten sind hier anteilig nach der noch bestehenden Laufzeit der Vignette zu erstatten.

Fahrzeugbrief- und Überführungskosten

Diese Kosten sind nur dann erstattungsfähig, wenn der Geschädigte Anspruch auf Neupreisersatz hat ...

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