Erbengemeinschaft: Verbindlichkeiten von Miterben einfordern

Erbengemeinschaft gegen Miterbe: Verbindlichkeiten von Miterben eintreiben

veröffentlicht am in der Kategorie Praxistips für Erben

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Wer Miterbe in einer Erbengemeinschaft wird, trägt Verantwortung. Diese Verantwortung zeigt sich mithin darin, dass der Miterbe auch gegenüber der Erbengemeinschaft für Verbindlichkeiten geradestehen muss. Der Nachlass wird Sondervermögen und ist vom privaten Eigenvermögen des Miterben strikt zu trennen.

  • Mit dem Erbfall wird der Nachlass Sondervermögen der Erbengemeinschaft. Vom Sondervermögen ist das Privatvermögen des einzelnen Miterben zu trennen. Beides darf nicht vermengt werden.

  • Zweck des Sondervermögens ist es, den Nachlass möglichst vollständig zu erhalten oder zu vervollständigen, um eventuelle Verbindlichkeiten von Nachlassgläubigern zu bedienen.

  • Hat eine Erbengemeinschaft Ansprüche gegen einen Miterben, kann der Miterbe die Forderung nicht ohne Weiteres mit seinem Erbanteil verrechnen. Jeder Miterbe ist eigenständig berechtigt, Verbindlichkeiten gegen einen anderen Miterben einzutreiben und notfalls gerichtlich einzuklagen.

Um was geht es: Typischer Fall

Der Erblasser hatte dem Miterben A zu Lebzeiten ein Darlehen über 10.000 € gewährt. Nach Eintritt des Erbfalls verlangt die Erbengemeinschaft, bestehend aus A, B und C, dass Miterbe A das Darlehen an die Erbengemeinschaft zurückzahlt. Miterbe A weigert sich und argumentiert damit, dass er sowieso Erbe sei und das Darlehen mit seinem Erbanteil verrechnet werden könne. Damit sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Das Gesetz regelt jedoch die Situation unmissverständlich ...

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