Steuerschulden: Vergleich mit Finanzamt ist möglich

von Oliver Gothe Syren

Wenn sich Unternehmer oder ehemals Selbständige mit Steuerschulden an mich wenden, um aus diesen Schulden heraus zu kommen, sind viele im Zweifel, ob ein Vergleich überhaupt möglich ist.

Ich informiere dann stets, dass ein Schuldenvergleich mit dem Finanzamt nicht nur möglich ist, sondern in vielen Fällen auch für die Finanzämter der bessere Weg und daher nach den dortigen Vorgaben auch zuzustimmen ist.

In vielen Fällen erlebe ich es, dass die Sachbearbeiter dennoch zunächst skeptisch sind und das schlicht und ergreifend mit der Sorge zusammenhängt, als Sachwalter „etwas falsch zu machen“; bei einem Insolvenzverfahren würde sich ja schließlich ein Insolvenzverwalter darum kümmern. Es hat sich jedoch bis in die Amtsstuben hinein herumgesprochen, dass die Aussicht noch an Geld zu kommen, in Insolvenzverfahren ernüchternd gering bis ausgeschlossen ist. Nach aktueller Statistik des Statistischen Bundesamtes beträgt die Quote (also das, was Gläubiger noch an Geld bekommen) nur 0,8-1,5%. In den allermeisten Verbraucherinsolvenzverfahren gibt es gar nichts für die Gläubiger (also auch Finanzämter).

Das Interesse der Finanzämter, die ja schließlich nur die Interessen von uns Steuerzahlern verwalten, muss also dahin gehen, einer besseren Lösung als eine 1%-Quote zu folgen.

Ich führe dazu ein klares, für die Finanzämter geordnetes Verfahren durch:

Darstellung/Begutachtung des Insolvenz-Szenarios mit der meist (s. o.) fruchtlosen Quotenaussicht und Ausarbeitung/Präsentation eines SchuldenbereinigungsPlans (Vergleichsverfahren), der ein besseres Ergebnis für das Finanzamt erzielt.

In manchen Fällen, muss ich dann zwei bis drei Verhandlung-/Gesprächsrunden drehen, bis die Entscheider überzeugt sind und dem Schuldenvergleich zustimmen ...

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