Recycelte Speicherkarten in neuen USB-Sticks führen zu Problemen

19. Mai 2017

Käufer von USB-Sticks gehen davon aus, dass sie ein neu hergestelltes Produkt kaufen. Grundsätzlich ist diese Annahme auch richtig, allerdings sind nicht alle Teile neu. Bei der Produktion von USB-Sticks werden alte Speicherchips von ausrangierten Smartphones recycelt, weil diese zu schade zum Verschrotten sind. Smartphones werden in relativ kurzen Zyklen von nur zwei bis drei Jahren durch neuere Modelle ersetzt und selbst wenn das ausgetauschte Gerät äußerliche Schäden aufweist, ist das Innenleben, also die Prozessoren und Speicherchips, noch zu gebrauchen. Das haben auch die Hersteller von USB-Sticks erkannt. Sie kaufen die Speicherchips und bauen sie in neue USB-Sticks ein.

Das Problem an diesem Recycling ist, dass auf den Speicherkarten häufig noch Daten des Vorbesitzers gespeichert sind und diese Daten sind dann auch auf dem fabrikneuen USB-Stick enthalten.

Das ist nicht nur datenschutzrechtlich äußerst problematisch, weil beispielsweise das Recht am eigenen Bild verletzt wird, sondern bringt auch Ermittlungsbehörden in Bedrängnis ...

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