Insolvenz der Solarworld AG: Kaum geforscht, aber dafür eine hohe Dividende an die Aktionäre ausgezahlt

Rächt sich die Forschungsträgheit des Unternehmens?

Die SolarWorld AG hat Insolvenz angemeldet. Eine unschöne Sache. Seither wird in den Medien darüber diskutiert, wer denn der „Schuldige“ ist. Die Solarindustrie hatte vor einigen Jahren noch von hohen Subventionen profitiert. Hat daher der Drang nach Innovationen nachgelassen? Zumindest wird dies dem Vorstand vorgeworfen. Andererseits kritisierte dieser, dass durch die Dumpingpreise chinesischer Hersteller von Solarzellen zu einer Wettbewerbsverzerrung führte und das Unternehmen daher in Schwierigkeiten geriet.

An dieser Stelle möchte ich mich nicht weiter über die Schuldigen aus Sicht des Vorstandes oder der Öffentlichkeit auslassen. Fraglich ist doch: War die Insolvenz vorhersehbar? In der Ausgabe der Zeitschrift „Börse Online“ von dieser Woche scheint die Redaktion nicht überrascht zu sein. In der Zeitschrift ist laut eigener Aussage immer wieder gewarnt worden – die SolarWorld AG landete immer wieder auf der sog. „Schwarzen Liste“ von Börse Online.

Auch in meiner Dissertation zum Thema Forschungs- und Entwicklungskosten ist die SolarWorld AG aufgefallen. Allerdings nicht durch besonders hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Eine genauere Übersicht der Unternehmen mit einer auffallend hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in den letzten Jahren finden Sie demnächst in einem Überblicksartikel in der Zeitschrift PiR des NWB-Verlags. Dort habe ich den Fokus auf die wesentlichen Erkenntnisse meiner Forschungsergebnisse gelegt, die für die Praxis von Bedeutung sind. Für alle, die es dann noch genauer wissen wollen, ist die Lektüre meiner Doktorarbeit empfehlenswert. Mein Doktorvater hatte mich immer dazu angehalten, mich zu fokussieren. Ansonsten würde niemand meine Arbeit lesen, meinte er.

Aufgefallen war die SolarWorld AG mit einer teilweise sehr hohen Dividendenrendite (vgl. dazu Tabelle 31 in meiner Dissertation). Der Aktienkurs lag zum 31.12 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK