Umsatzsteuerliche Organschaft

Eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen einem Unternehmer als Organträger und einer juristischen Person als Organgesellschaft (= Organkreis) führt dazu, dass eine Organgesellschaft im Rahmen der Umsatzsteuer nicht selbständig tätig ist und somit nicht als Unternehmer i.S.d. Umsatzsteuerrechts angesehen wird. Vielmehr sind die Rechte und Pflichten gem. UStG ausschließlich vom Organträger wahrzunehmen, d.h. Steuerschuldner der Umsatzsteuer ist immer der Organträger. Die laufenden Umsätze und Vorsteueransprüche des Organkreises sind jeweils in einer einheitlichen USt-Voranmeldung und in einer einheitlichen USt-Erklärung des Organträgers zusammenzufassen und an das Finanzamt des Organträgers elektronisch zu übermitteln. Leistungen zwischen Organträger und Organgesellschaft im Inland werden ausschließlich als nicht steuerbare Innenumsätze behandelt, da die Organgesellschaft nur einen unselbständigen Teil des Organträgers bildet.

Voraussetzungen für eine umsatzsteuerliche Organschaft

Eine umsatzsteuerliche Organschaft kann nur zwischen einem Unternehmer als Organträger und einer juristischen Person des Privatrechts als Organgesellschaft vorliegen.

Als Organträger kommen in Betracht:

Natürliche Personen als Einzelunternehmer oder Freiberufler, Personengesellschaften oder juristische Personen, insbesondere in der Rechtsform der GmbH.

Als Organgesellschaften kommen u.a. in Betracht:

GmbH bzw. UG (haftungsbeschränkt) und Aktiengesellschaft.

Finanzielle, organisatorische und wirtschaftliche Eingliederung

Die Organgesellschaft muss nach dem Gesamtbild der Verhältnisse in das Unternehmen des Organträgers

eingegliedert sein ...

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