AG Hersfeld: Elterliche Kontrollpflichten bei kinderlich WhatsApp-Nutzung

Das AG Hersfeld hat in einer aktuellen Entscheidung (Beschl. v. 20.03.2016 - Az.: 111/17 EASO) zu den elterlichen Kontrollpflichten bei kinderlicher WhatsApp-Nutzung Stellung genommen.

Das Gericht hatte in einem anderen Verfahren bereits in der Vergangenheit angeordnet, dass nach Sexting-Vorfällen ein Familienvater die Handys seiner Töchter kontrollieren und den Dienst WhatsApp löschen muss (AG Hersfeld, Beschl. v. 22.07.2016 - Az.: F 361/16 EASO).

Im vorliegenden Fall ging es erneut um die Frage der Verwendung von WhatsApp durch das eigene Kind.

Wie schon früher statuiert das Gericht zunächst eine elterliche Kontroll- und Überwachungspflicht. Würde dem eigenen minderjährigen Kind ein Smartphone zur dauerhaften Nutzung überlassen, müssten diese Eltern diese Verwendung beaufsichtigen.

Da der Dienst WhatsApp in nicht ausreichend transparenter Weise Informationen zu den im eigenen Adressbuch hinterlegten Personen an sich selbst übermittle, setze sich das Kind entsprechenden Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen der Betroffenen aus.

Eine solche Handlung verletze aber die elterliche Aufsichtspflicht ...

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