Steuern an Ostern (und was die Fußball-Bundesliga damit zu tun hat)

von Matthias Trinks

Typischerweise haben Feiertage nicht allzu viel mit Steuern zu. Heute ist das allerdings anders. Denn die Sache mit dem Ostereiersuchen ist quasi steuerinduziert.

In der Steuer und Studium vor zwei Jahren klärten Bachmann et al. auf (gekürzt): „Im Mittelalter fand sich mit dem Zehnt, der Abgabe der Bauern an die Grundherren, eine 10 %-ige Steuerlast. Diese Pacht für die Überlassung von Grundvermögen zur Nutzung wurde regelmäßig in Form von Naturalien – z. B. in Gestalt eines Anteils der Ernte – erbracht. Da im Frühling aufgrund der erhöhten Legefreudigkeit der Hennen bei vielen Bauern Eier übrig blieben, waren sie insbesondere zu Ostern ein beliebtes Zahlungsmittel an die Großgrundbesitzer (sog. Zinsei).

Da im Frühling aufgrund der erhöhten Legefreudigkeit der Hennen bei vielen Bauern Eier übrig blieben, waren sie insbesondere zu Ostern ein beliebtes Zahlungsmittel an die Großgrundbesitzer (sog. Zinsei). Diese wurden auch an Kirchen entrichtet, die über umfangreichen Grundbesitz verfügten, d. h. die Kirchen hatten einen Eierüberschuss, der abgebaut werden musste. In Form von sog. Schenkeiern wurden die erhaltenen Naturalabgaben weiterverschenkt. Nach der Aufhebung des Zehnts zu Zeiten der Reformation blieb der Brauch des Eierschenkens erhalten.“

Und auch heute noch ist der Ostersonntag steuerlich interessant ...

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