Rezension: FamFG

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: FamFG

Keidel, FamFG, 19. Auflage, C.H. Beck 2017

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl

Zuletzt im dreijährigen Rhythmus erschienen die Neuauflagen des bewährten Kommentars, der früher die freiwillige Gerichtsbarkeit abdeckte und inzwischen das FamFG in einem beeindruckenden Umfang erläutert. Über 3300 Seiten inklusive der Verzeichnisse erwarten den Rechtsanwender, der sich mit einem wahrlich opulenten Kommentarwerk befassen möchte.

Durch die Herkunft aus dem FGG-Bereich kann man sich auch sicher sein, dass im Gegensatz zu sonstigen, nur familienrechtlich geprägten Kommentaren tatsächlich alle Gebiete des FamFG umfangreich erfasst werden, sodass auch andere Berufsgruppen außer Richtern und Anwälten effektive Recherche betreiben können. So werden Rechtsfragen wie das Antragsrecht der Notare im Registerrecht (§ 378 FamFG, Heinemann), die Zuständigkeit der antragstellenden Verwaltungsbehörde bei freiheitsentziehenden Maßnahmen (§ 417 FamFG, Budde, Rn. 6-11) oder das Wesen des europäischen Nachlasszeugnisses, auch in Abgrenzung zum Erbscheinsverfahren (§ 352 FamFG, Zimmermann, Rn. 87-99) souverän und zugleich ausführlich aufgegriffen, die zugrundeliegenden Problempunkte erörtert und – sofern erforderlich – pragmatische Lösungsvorschläge angeboten. Die ausschließliche Herkunft der Autoren des Kommentars aus der Gerichtsbarkeit bzw. dem Notariat sorgt dabei für eine pragmatische Aufbereitung des Stoffes und eine zielorientierte Darstellung im Sinne der Anwendbarkeit des Verfahrensrechts.

Genauer angesehen habe ich mir, allein schon wegen der praktischen Befassung im Dezernat, einzelne familienrechtliche Normen, aber auch solche aus dem Betreuungsrecht ...

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