AG Dortmund zur Problematik der fehlerhaften Preisauszeichnung im Online-Shop

von Maik Sebastian

Maik Sebastian:

Jeder Betreiber eines Online-Shops dürfte das Problem kennen: Es werden irrtümlich Waren zu einem Preis verkauft, der deutlich unter dem Normalpreis liegt. Grund sind meist einfache Tippfehler oder es kommt zu Falschauszeichnungen durch die eingesetzte Shop-Software.

Im vorliegenden Fall, über den das Amtsgericht Dortmund zu entscheiden hatte, klagte eine Verbraucherin auf Lieferung von Vollkassettenmarkisen.

29,90 statt 2.990 Euro

Die Ware wurde im Shop zu einem Preis von 29,90 EUR zzgl. 5,99 EUR Versand angeboten. Da sie vermutlich von den günstigen Markisen angetan war, kaufte sie gleich vier zu einem Gesamtpreis von 125,59 EUR. In der Folge erklärte der Verkäufer durch eine automatisierte E-Mail zunächst die Vertragsannahme. Nachdem die Käuferin den Kaufpreis beglich, erhielt sie nach Angaben des Händlers einen Tag später die Information, dass er den Vertrag anfechte.

Dies akzeptierte die spätere Klägerin jedoch nicht und pochte auf die Erfüllung des Kaufvertrages zu dem beim Kauf angegebenen Preis.

Da sich die Parteien nicht einig wurden, landete die Sache vor dem Dortmunder Amtsgericht. Der Verkäufer erläuterte im Verfahren, dass 2.990,00 EUR als unverbindliche Preisempfehlung angegeben werden sollte. So erkläre sich aufgrund falscher Kommasetzung die Zahl 29,90. Als reduzierter Endpreis war sodann 1.499,00 EUR beabsichtigt ...

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