Zur Berufsbezeichnung „Heilpraktiker für Psychotherapie“

von Simone Staudacher

Ist die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker für Psychotherapie“ irreführend, wenn tatsächlich die Erlaubnis erteilt wurde die Bezeichnung „Heilpraktiker (Psychotherapie)“ zu führen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Oberlandesgericht Düsseldorf.

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Einem Heilpraktiker wurde durch eine Urkunde, die mit „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde im Gebiet der Psychotherapie“ überschrieben war, die Erlaubnis erteilt, die „Heilkunde ausschließlich im Gebiet der Psychotherapie“ auszuüben. Nach dieser Erlaubnis hat er bei der Berufsausübung die Bezeichnung „Heilpraktiker (Psychotherapie)“ zu führen. Im Internet warb der Heilpraktiker mit der Berufsbezeichnung „Heilpraktiker für Psychotherapie“.

Die Wettbewerbszentrale sah darin eine wettbewerbswidrige Irreführung. Der angesprochene Verkehr müsse diese Werbung so verstehen, dass der Heilpraktiker neben seiner Zulassung als Heilpraktiker über eine Zusatzqualifikation für Psychotherapie verfüge, obwohl dies wegen der tatsächlich beschränkt erteilten Erlaubnis nicht der Fall sei.

Die Wettbewerbszentrale nahm den Heilpraktiker wegen unlauteren Wettbewerbs auf Unterlassung in Anspruch. Das LG Wuppertal in 1. Instanz wies die Klage ab ...

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