Rezension: Kleine Stilkunde für Juristen

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Kleine Stilkunde für Juristen

Walter, Kleine Stilkunde für Juristen, 3. Auflage, C.H. Beck 2017

Von Dipl. Jur. Jan Bley, Göttingen

Das vorliegende Werk schlägt die Brücke zwischen Fach- und Selbsthilfebuch. Es erscheint Anfang 2017 in der dritten Auflage. Unter Mithilfe seiner Lehrstuhlmitarbeiter ist Autor Dr. Tonio Walter, Professor und Lehrstuhlinhaber für Strafrecht an der Universität Regensburg.

Trotzdem sich das Buch eher am Randbereich der juristischen Fachliteratur ansiedelt, ist es „klassisch-juristisch“ aufgebaut: Nach einer Einleitung (S. 1-22), die den Selbstanspruch (S. 1-4) und weiterführende Literatur (S. 5-22) aufweist, wird in Kapitel A. (S. 23-34) der Begriff „Stil“ ausführlich definiert. Hierauf aufbauend nähert sich Walter in Kapitel B. (S. 35-59) einer Erklärung dessen an, was eigentlich unter Sprache im Allgemeinen (S 35-42) und der deutschen Sprache im Besonderen zu verstehen ist (S. 42-59). In Kapitel C. (S. 61-146) werden die einzelnen Stilregeln erörtert (bspw. „Überflüssiges ist überflüssig“ auf den S. 61 ff. oder „Taten in Tätigkeitswörtern“ auf den S. 107 ff.), um anschließend in Kapitel D. (S. 147-192) die einzelnen Stilmittel zu besprechen. In den Kapiteln E. („Stilfragen“, S. 193-246) und F. („Stilsünden“, S. 247-272) kommt der Autor zu dem eigentlichen Kern seines Buches; hier wertet er sprachliche und stilistische Entwicklungen aus (wie z.B. zum Thema „Denglish“, insbes. Auf S. 206 ff.) und wird der plakativen Bezeichnung „Stilsünden“ gerecht, indem er einige aus seiner Sicht verbesserungswürdige Formulierungen aus wissenschaftlichen Werken kritisch beleuchtet (so bspw. den Auszug aus dem Vorwort zur „Theorie des kommunikativen Handelns“ von Jürgen Habermas auf S. 247 f.). Im Schluss (S ...

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