Die GoBD, der Marktstand und die digitale Waage

von Christian Herold

So oder so ähnlich fangen Märchen an. Diese haben immer einen guten Ausgang. Ob auch die GoBD einen guten Ausgang finden, möchte ich allerdings bezweifeln, denn in den letzten Wochen durfte ich an einigen Veranstaltungen teilnehmen, die die neuen GoBD und die Anforderungen an die Kassenführung (Stichwort „digitale Aufzeichnung“) näher beleuchten sollten. Die Betonung liegt auf „sollten“, denn was ich hier von Vertretern der Finanzverwaltung gehört habe, lässt die Aussage des BMF, die GoBD sollen mit Augenmaß angewandt werden, nur noch als leere Worthülse erscheinen. Ein Beispiel: Ein Markthändler nutzt ausschließlich eine offene Ladenkasse. Seine Aufzeichnungen (Kassenbericht, Zählprotokoll etc.) und die Buchführung sind in Ordnung. Aufgrund der Nutzung der offenen Ladenkasse ist eine digitale Aufzeichnung mit unveränderbarer Speicherung nicht erforderlich. Aber:

Der Markthändler nutzt eine digitale Waage zum Abwiegen des Obstes. Aussage des Vertreters der Finanzverwaltung: Die Waage sei ein Vorsystem und müsse dementsprechend alle Wiegevorgänge digital aufzeichnen. In der Fortführung dieses Gedankens sei dann auch der Einsatz einer offenen Ladenkasse nicht zulässig ...

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