Abrechnung des postoperativen Überwachungskomplexes ohne Abrechnungsvereinbarung?

von Dr. Florian Wölk

Abrechnung des postoperativen Überwachungskomplexes ohne Abrechnungsvereinbarung? von Dr. Florian Wölk am 14. Februar 2017, Rubrik: Abrechnungsprüfung, Honoraransprüche, Vertragsarztrecht

Die Zusammenarbeit zwischen Operateuren und Anästhesisten bei belegärztlichen oder ambulanten Operationen im Rahmen der postoperativen Überwachung ist gerade bei der Abrechnung der Leistungen immer wieder mit Problemen verbunden. Dies liegt auch daran, dass die Ärzte Aufgabenverteilung und Abrechnung der erbrachten Leistungen oft nicht klar geregelt haben.

Die fehlende Abrechnungsvereinbarung ist aber gerade bei der EBM-konformen Abrechnung des postoperativen Überwachungskomplexes von wichtiger Bedeutung, wie ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 01.02.2017 (– L 5 KA 5013/14 –) dokumentiert.

Das Gericht billigte einen umfassenden Regress der Kassenärztlichen Vereinigung gegen den Operateur, der neben den Anästhesisten die Leistungen des postoperativen Überwachungskomplexes abgerechnet hatte, wobei es nicht darauf ankäme, wer die Leistungen tatsächlich erbracht hat.

Nach dem Landessozialgericht Baden-Württemberg setzt die Abrechnung von Leistungen des postoperativen Überwachungskomplexes nach den Abschnitten 31.3 bzw. 36.3 EBM auch die Einhaltung der allgemeinen Abrechnungsbestimmungen in den Präambeln 31.3.1 und 36.3.1 EBM voraus ...

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