Das Preisrecht trauert um Dr. Horst Greiffenhagen

von Michael Singer

Von Michael Singer | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 24/01/2017, Nr. 28801

Erst kürzlich habe ich über Vergabeblog den Aufsatz von Dr. Greiffenhagen zum Thema „Über die Befreiung des verkehrsüblichen Preises vom betriebssubjektiven Denken“ besprochen, Vergabeblog.de vom 18/12/2016, Nr. 28271. Beinahe zeitgleich ist Dr. Greiffenhagen im Alter von 82 Jahren verstorben.

Er war bekannt als Herausgeber der Loseblattsammlung „Michaelis/Rhösa, Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen“. Dieses wichtige und allseits anerkannte Werk im Bereich des öffentlichen Preisrechts hat er vor Jahren von Prof. Dr. Michaelis übernommen, der unter dem damaligen verantwortlichen Bundesminister Ludwig Erhard Leiter des diesem direkt zugeordneten Referates „Preispolitik“ war und der die Preisverordnung nach dessen Vorstellungen maßgeblich mitgestaltet hat. Dr. Greiffenhagen hat es sich immer zur Aufgabe gemacht, diesen Gedanken aufrecht zu erhalten.

Zu seiner aktiven Zeit war Dr. Greiffenhagen als Syndikus in der Industrie und zeitweilig in einer internationalen Auftraggeberorganisation tätig. Er war ehrenamtlicher Beisitzer bei den Vergabekammern des Bundes und förderndes Mitglied des „Bundesverbandes der Preisprüfer- und Wirtschaftssachverständigen e.V.“.

Daneben hat er auch mehrere bemerkenswerte Aufsätze zu aktuellen Themen und Problemen im öffentlichen Preisrecht geschrieben – die wichtigsten davon sind:

· Mai 2013: Die Erweiterungsfähigkeit des geltenden öffentlichen Preisrechts – Eine Erwiderung zum Aufsatz von Brüning, in: Vergaberecht 2012, S. 833 ff.

· August 2013: Gegen die „Flucht aus dem Preisrecht“ im Kommunalbereich – zugleich ein Beitrag zu § 2 Abs. 4 Nr. 1 VO PR Nr ...

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