Regierung beschließt umstrittenes Lohngleichheitsgesetz

Regierung beschließt umstrittenes Lohngleichheitsgesetz von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 12.01.2017

Das Bundeskabinett hat den unter Federführung von Manuela Schwesig (SPD) erarbeiteten Entwurf eines Lohngleichheitsgesetzes verabschiedet. Er zielt auf die Schließung der zwischen Männern und Frauen diagnostizierten Lohnlücke. Nach Angaben der Ministerin liegt die Lohndifferenz im Durchschnitt bei 21 Prozent. Selbst wenn man herausrechne, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, seltener in Führungspositionen aufsteigen oder eher in sozialen Berufen mit geringen Verdiensten tätig sind, bleibe – so die Annahmen - noch immer eine Lücke von sieben Prozent im Durchschnitt. Daraus folgert der Gesetzentwurf, dass eine mittelbare Entgeltbenachteiligung bestehe. Folgende konkrete Maßnahmen sind vorgesehen:

Frauen und Männer in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten sollen künftig ein individuelles Auskunftsrecht erhalten. Dieses bezieht sich aber nicht auf das konkrete Entgelt einzelner Mitarbeiter, sondern auf ein durchschnittliches monatliches Bruttoentgelt von Mitarbeitern des anderen Geschlechts mit gleichen oder vergleichbaren Tätigkeiten. Ferner dürfen zwei weitere Entgeltbestandteile wie Boni oder Dienstwagen erfragt werden können. In tarifgebundenen Unternehmen soll der Auskunftsanspruch in der Regel über die Betriebsräte wahrgenommen werden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK