Spatzen und Kannonen

Strafrechtler lästern ja ganz gern mal über „Zivilisten“ wie mich – also überwiegend im Zivilrecht tätige Juristen. Mein heutiger ausnahmsweiser Strafrechtsfall verursacht aber nun bei mir Kopfschütteln.

Die Mandanten betreiben zu zweit einen Online-Versand. Nichts, um reich zu werden, aber er ernährt die beiden so, dass sie nicht (mehr) von staatlicher Unterstützung leben müssen. Die im Durchschnitt knapp 70 Bestellungen pro Tag erfordern dafür einiges an Arbeit.

Wer arbeitet, macht manchmal auch Fehler. So passiert es, dass die Bestellung eines regelmäßig bestellenden Kunden über 55 Euro nicht bearbeitet wird und der Besteller – der Vorkasse geleistet hatte – vom Kauf zurücktritt. Er will natürlich sein Geld zurück und setzt Frist, die – Fehler Nummer 2 der Mandanten – in der falschen Ablage verschwindet und zunächst ebenfalls nicht bearbeitet wird.

Für den Zivilrechtler wäre der Fall klar: mahnen, Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung ...

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