Die Nutzer können aufatmen: Evernote-Mitarbeiter werden private Notizen nicht mitlesen

von Dr. Evgeniia Volokitina

Vor einigen Wochen hatte die amerikanische Firma Evernote, die die Software- und Webanwendung für das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen entwickelt, die Änderung ihrer Datenschutzrichtlinie angekündigt. Die neue Datenschutzrichtlinie sollte am 23. Januar 2017 in Kraft treten, löste aber viele Proteste von Nutzern und Medien aus.

Einer der Kritikpunkte zielte auf folgende Regelung:

„Mit dieser Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie können einige unserer Evernote-Mitarbeiter Technologien des maschinellen Lernens verwalten, die auf Kontoinhalte angewendet werden. Der Einsatz der Technologien entspricht den unten beschriebenen Bedingungen und dient zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Evernote-Diensts“.

Mit anderen Worten: Evernote behielt sich zur Verwaltung der Lernalgorithmen den Zugriff auf die unverschlüsselten Notizen vor. Weiter hieß es in der Datenschutzerklärung dazu:

„Ziel ist es primär sicherzustellen, dass die Technologien des maschinellen Lernens korrekt funktionieren, um die relevantesten Inhalte und Funktionen für dich zu identifizieren. Obwohl unsere Computersysteme darin sehr gut sind, ist der beschränkte Eingriff eines Menschen manchmal unvermeidbar, um uns zu vergewissern, dass alles genau wie gewünscht funktioniert“.

Evernote benötigt somit den Zugriff auf die Nutzerdaten, um die eigenen Systeme des maschinellen Lernens zu überwachen und weiter zu entwickeln. Maschinelles Lernen stellt ein künstliches System dar, das aus Beispielen lernt und hieraus allgemeine Regeln z.B ...

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