Prüfungswissen: Strafvereitelung, § 258 StGB

Hinweis: Einführung zu der Entscheidungsbesprechung: Selbstbegünstigung und Vollendung bei Strafvereitelung (BGH; Urteil vom 24.06.2016 – 4 StR 205/16) Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag veröffentlicht.

Prüfungswissen: Strafvereitelung, § 258 StGB

I. Regelungszweck
Geschützt ist die deutsche Strafrechtspflege mit ihrer Aufgabe, den staatlichen Strafanspruch und die Maßnahmen i.S.d. § 11 I Nr. 8 StGB im Interesse einer wirkungsvollen Verbrechensbekämpfung durchzusetzen (BGH 43 84, 45 101, Cramer/Pascal MK 3, M/R-Dietmeier 1, Günther aaO. 38, SSW-Jahn 2, Satzger Jura 07, 755, Schneider aaO. 154 ff., 169, Vormbaum aaO. 386 ff.). § 258 StGB soll nicht das ordnungsgemäße Funktionieren der Strafrechtspflege schlechthin sichern, sondern solche Verhaltensweisen unterbinden, die eine dem materiellen Strafrecht gemäße alsbaldige Bestrafung eines Täters vereiteln (Burhoff/Stephan RN 4, W-Hettinger RN 719, Rudolphi JuS 79, 861, Zeifang aaO 50 ff.; krit. hierzu Altenhain NK 3, ders. aaO. 257 ff.). Das Verbot der Strafvereitelung dient zugleich der Isolierung des Vortäters nach der Tat durch Eindämmung späterer Hilfe. Damit verbindet sich der Zweck, das Risiko einer Straftat zu erhöhen und die generalpräventive Wirkung des Strafrechts zu stärken (Koblenz NJW 82, 2786, Cramer/Pascal MK 2, Fezer Wessels/Stree-FS 673, Hoyer SK 3, Jerouschek/Schröder GA 00, 58, Lenckner Schröder-GedS 353, L-Kühl 1, Rudolphi Kleinknecht-FS 384, Seel aaO. 26, Schröder aaO. 36; abl. SSW-Jahn 2, Jahn/Palm JuS 09, 408) ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK