Schwangerschaft und Arbeitsrecht

Schwangere Arbeitnehmerinnen genießen speziellen Schutz, der gesetzlich im Mutterschutzgesetz verankert ist. Es wird u.a. dafür gesorgt, daß Schwangere nicht mehr alle Tätigkeiten ausüben müssen, um sie vor Überbelastung zu schützen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieses Schutzes ist die Information des Arbeitgebers, der daher umgehend, nachdem die Schwangerschaft bekannt wurde, informiert werden sollte. Es ist zwar nicht schädlich, den Arbeitgeber nicht sofort in Kenntnis zu setzen, doch kommt dann der gesetzliche Schutz nicht zur Anwendung. Insbesondere bei Tätigkeiten, die mit gesundheitlichen Gefahren verbunden sind, ist daher die Information des Arbeitgebers im ureigensten Interesse der Schwangeren.

Bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle ist die Frage nach der Schwangerschaft übrigens unzulässig, es kann also bei dieser Frage gelogen werden. Es besteht auch keine Hinweispflicht der Bewerberin bei bestehender Schwangerschaft, auch dann nicht, wenn sie die Tätigkeit für die sie sich bewirbt, während der Schwangerschaft gar nicht ausüben kann bzw. darf. Ein anderes gilt nur bei einer befristeten Tätigkeit, wenn während der gesamten Zeit ein Einsatz nicht möglich ist. In diesem Fall besteht eine Hinweispflicht der Schwangeren und ein Fragerecht des Arbeitgebers.

Einige Tätigkeiten sind Schwangeren untersagt. Maßgebend dafür ist das Mutterschutzgesetz (MuSchG). Folgende Regelungen sind besonders wichtig:

Beschäftigungsverbote (§ 3, § 4 MuSchG)

Einige Tätigkeiten sind Schwangeren gesetzlich untersagt. Während Bildschirmarbeit als unproblematisch bewertet wird, dürfen Lasten von mehr als 10kg nicht gehoben werden. Auch längeres Stehen, Akkord-, Fließbandarbeit oder Tätigkeiten mit einer besonderen Ansteckungsgefahr sind nicht zulässig. Dies sind z.B. Arbeiten auf Beförderungsmitteln (Busse, Bahnen, Flugzeuge oder Schiffe), die Tätigkeit als Krankenschwester u.ä. ...

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