WhatsApp erfreut die Datenschützer – oder auch nicht

von Conrad S. Conrad

Jeder kennt diesen Moment: Wenige Augenblicke nach dem Versenden einer Nachricht fallen einem sofort peinliche Tippfehler ins Auge. Oder aber der Text, das Foto, das Video oder das Dokument ging aus Versehen an einen falschen Empfänger. Ganz zu schweigen von den vielen Nachrichten in der Nacht zum Sonntag, die Mann oder Frau am nächsten Morgen (und nach dem Ausschlafen des Rausches) bereut.

All das könnte jetzt Geschichte sein. Denn wie berichtet wurde, soll WhatsApp derzeit angeblich an einer neuen Funktion unter dem Namen „Revoke“ arbeiten. Revoke soll es dem Nutzer des weitverbreitetsten Messenger-Dienstes der Welt ermöglichen, seine abgesendeten Nachrichten zu widerrufen. Ferner soll auch eine Edit-Funktion implementiert werden, die das nachträgliche Ändern der Mitteilung erlaubt.

Unklar ist jedoch, bis zu welchem Zeitpunkt die Löschung möglich ist. Technisch sollte es längst durch die ständige Synchronisation mit den WhatsApp Servern umsetzbar sein, dass zu jedem Zeitpunkt nachträglich alle Inhalte gelöscht werden können, also auch die vor Wochen oder Monaten ausgetauschten.

Der Datenschutz und WhatsApp

Die Meldung dürfte die Datenschützer auf dem ersten Blick erfreuen. Denn ein wesentlicher Kern des Datenschutzes sind die Betroffenenrechte (§§ 6, 20 BDSG). Diese räumen dem Betroffenen unter anderem das Recht ein, seine personenbezogenen Daten jederzeit berichtigen oder löschen zu lassen. Hierunter fallen die eingangs genannten Kommunikationsinhalte. Diese sind anhand der Telefonnummer dem Einzelnen zuzuordnen und überdies mit einem Zeitstempel protokolliert ...

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