Keine Anwaltskosten-Übernahme bei Regulierungszusage

Freitag, den 30. Dezember 2016 um 12:55 Uhr Das Landgericht (LG) Ingolstadt mit Urteil vom 16. Dezember 2015 entschieden (12 S 1523/15), dass der Versicherer des Unfallverursachers grundsätzlich nicht die Anwaltskosten übernehmen muss, wenn ein Geschädigter einen Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt, obwohl der Versicherer einen Tag nach dem Unfall erklärt, den Schaden regulieren zu wollen. Eine Frau und spätere Klägerin erlitt Ende 2014 mit ihrem Pkw bei einem Unfall einen Totalschaden. Der Versicherer des Unfallverursachers war nur einen Tag nach Erhalt einer telefonischen Schadenmeldung gegenüber der Klägerin schriftlich dazu bereit, den unfallbedingten Schaden regulieren zu wollen. Dennoch beauftrage die Klägerin noch am selben Tag einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen. Der Versicherer hielt dies für einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht gemäß § 254 Absatz 2 BGB und lehnte die Übernahme der Anwaltskosten ab. Das LG Ingolstadt wies die Klage der Geschädigten als unbegründet zurück ...

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