Unterschied Mediation und Schlichtung

von Axel Brodehl

In Zeitungsartikeln werden die Begriffe Mediation und Schlichtung oft als Synonyme verwendet. Handelt es sich wirklich um dasselbe oder gibt es Unterschiede?

Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

In beiden Verfahren geht es in der Regel um Konflikte zwischen zwei oder mehr Parteien. Um eine schnellere bzw. in festgefahrenen Situationen überhaupt eine Lösung zu finden, wird in beiden Verfahren eine neutrale dritte Person eingeschaltet, die das Verfahren führt. Das Verfahren kann auch von einem Team von Schlichtern oder von Mediatoren geleitet werden. Bei beiden Verfahren handelt es sich um alternative Verfahren zu Gerichtsverfahren. Anders als vor einem Richter müssen sich die Parteien nicht einer Entscheidung beugen.

Soweit die Gemeinsamkeiten.

Wo aber liegt der Unterschied?

Eine Schlichtung ist ein Verfahren, bei dem der neutrale Dritte, also der Schlichter, an der Lösungsfindung aktiv mitarbeitet. Finden die Parteien keine eigene Lösung, unterbreitet der Schlichter am Ende des Verfahrens einen Entscheidungsvorschlag. Hierfür bewertet er die Positionen der Parteien, die vorgelegten Belege und die Erfolgsaussichten.

Bei einem Mediationsverfahren hingegen hält sich der Mediator mit Lösungsvorschlägen zurück. Auch bewertet er nicht und läßt sich keine Belege vorlegen. Er hat auch keine Entscheidungsbefugnis ...

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