Russland: Importersatz im medizinischen Sektor

von Thomas Heidemann

28. Dezember 2016

Commercial International

Mit der Importersatzpolitik im Medizinsektor geht Russland einen weiteren Schritt in Richtung einer Abschottung vom Weltmarkt.

Nach der Umkehrung des Prinzips der Gleichbehandlung ausländischer und inländischer Waren durch das Gesetz über Industriepolitik wurden verschiedene Sektoren durch Regierungsverordnungen reguliert.

Unter anderem werden staatlichen Strukturen und staatseigenen Unternehmen Verbote oder Beschränkungen beim Einkauf ausländischer Produkte auferlegt. In einer kürzlich erfolgten Verschärfung der Importersatzpolitik wurde russischen Produkten und Diensten eine generelle Priorität vor ausländischen Angeboten gegeben.

Die neueste Verschärfung ist wieder eine sektorbezogene Maßnahme und betrifft Waren aus dem Medizinsektor.

Importersatz im medizinischen Sektor

Der medizinische Sektor ist aufgeteilt in den pharmazeutischen und den medizintechnischen Sektor. Die Auswirkung der Regulierung ist im medizinischen Bereich höher als in anderen Wirtschaftssektoren, da das Gesundheitswesen in erheblichem Maße von staatlichen Strukturen und damit Einkäufern bestimmt wird.

Pharma

Mit der Regierungsverordnung № 1289 vom 30. November 2015 hat Russland bereits den staatlichen Einkauf von im Ausland hergestellten Medikamenten eingeschränkt

Medizintechnik

Im Bereich Medizintechnik ist am 07. Dezember 2016 die Regierungsverordnung Nr. 1268 vom 30. November 2016 veröffentlicht worden (RegVo Nr. 1268), die die bestehenden Regelungen verschärft ...

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