Businesskleidung richtig tragen von Dr. Frank Lang

Über Auswahl und Kauf von Herrenmode ist schon viel geschrieben und mindestens ebenso viel rezensiert (vergleiche etwa die Besprechung des Buches „Was Mann trägt“ von Florian S. Küblbeck) worden. Aber auch für die Zeit nach Kauf gibt es einige informelle Aspekte anzumerken:

Damit der Anzug richtig sitzt

sollte er nicht nur in der richtigen Größe gekauft, sondern auch (anschließend, wenn von der Stange erworben) individuell vom Schneider angepasst werden. Etwa in der Länge der Hosenbeine: Die – leider häufig zu beobachtende – sprichwörtliche „Ziehharmonika“ unter den Waden wirkt nicht sehr gekonnt. Die Breite der Schultern sollte ebenso passen wie die Länge der Ärmel.

Nach langen Sitzungen finden sich auch in hochwertigen Stoffen sowohl in den Kniekehlen als auch im Rücken Falten, was im Lauf der Zeit sehr ungepflegt wirkt. Deshalb empfiehlt es sich, den Anzug regelmäßig zumindest aufbügeln beziehungsweise gleich vollständig reinigen zu lassen.

Insbesondere bei der im Moment modischen, sehr schmalen Silhouette wirkt es sich fatal aus, wenn die Taschen des Sakkos mit allerlei Gegenständen befüllt und damit ausgebeult sind. Diverse Herren-Taschen unterschiedlicher Provenienz kommen darum gerade wieder in Mode. Ein Wort zur Brusttasche: Es gehören hier hinein weder Brillen noch Stifte (auch wenn Sie teuer in der Anschaffung waren), sondern ausschließlich ein Einstecktuch …

Dass die Gesäßtasche nicht Wohnstätte des Portemonnaies ist, versteht sich eigentlich ebenso von selbst wie der Umstand, dass der Schlüsselbund – vor allem die häufig anzutreffende Hausmeister-Edition – nicht in die vordere Hosentasche gehört. Auch für Kleingeld bieten sich andere Behältnisse und Lagerstätten an als die Hosentaschen ...

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