Urteil: Ein schönes Weihnachtsfest und gute Laune ohne Haschischkekse

Oberlandesgericht Zweibrücken, Urteil vom 11.02.2016 - 1 OLG 1 Ss 2/16 Urteil: Ein schönes Weihnachtsfest und gute Laune ohne Haschischkekse Weihnachten - das Fest der Liebe. Um die "traditionell schlechte Stimmung" auf der Familienfeier an Heiligabend aufzupeppen, brachte im vorliegenden Fall einer der Söhne selbst gebackene Cannabis-Plätzchen mit. Die Familie hatte keine Ahnung was sich in den Keksen verbarg und griff genüsslich zu. Der Sachverhalt

Der angeklagte Sohn brachte an Heiligabend selbst gebackene Plätzchen mit, in die er Cannabis eingearbeitet hatte. Für jeden Gast legte er diese Kekse offen zugänglich auf den Tisch, auf dem auch normales Weihnachtsgebäck zum Verzehr abgelegt war. Damit wollte er die immer so schlechte Stimmung auf der Weihnachtsfeier aufhellen.

In den Keksen war ca. 0,6g Haschisch verarbeitet und damit nur von geringer Natur. Jedoch so hoch, dass einer der volljährigen Gäste nach dem Konsum eines ganzen Kekses Schweißausbrüche erlitt, kreidebleich wurde und zu zittern begann. Auch ein minderjähriger Gast griff zu, der jedoch das Haschisch in den Keksen schmeckte.

Das Amtsgericht verurteilte den Sohn u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung und Abgabe von Betäubungsmitteln an eine andere Person unter 18 Jahren. Dagegen wendet er sich mit seiner Revision. Gerügt wird die Verletzung materiellen Rechts.

Die Entscheidung

Das OLG Zweibrücken hat das Urteil des Amtsgerichts - Schöffengericht - Rockenhausen mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben und die Sache zur neuer Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen.

Schwere Körperverletzung? Betäubungsmittel können bei ihrem Konsumenten Wirkungen hervorrufen, die sich als Gesundheitsschädigung im Sinne des § 223 Abs. 1 StGB darstellen ...Zum vollständigen Artikel


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