Merry Big-Data-Xmas 2016

von Dr. Sebastian Ertel

In gewohnter Tradition beschäftigen wir uns, kurz vor dem Auspacken der Geschenke, damit, warum Jesus eigentlich in Bethlehem im Stall geboren wurde. Ursächlich war, Lukas-Evangelium (Kapitel 2, Vers 1), die wohl bekannteste Volkszählung:

„In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Stadthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.“

Wie würde es sich aber zutragen, wenn Kaiser Augustus im Jahr 2016 gelebt hätte?

„In jenen Tagen schrieb Kaiser Augustus auf seiner Facebook-Fanpage, dass alle seine Freunde zu einem Flasmob beim Finanzamt ihres Geburtsortes eingeladen sein. Dort sollen Sie sich via QR-Code-Scan in Steuerlisten eintragen. Eine Online-Erfassung war nicht möglich, da Kaiser Augustus die Nutzung des Kontaktfeldes seiner Webseite untersagt wurde. Seine IT konnte die Verschlüsselung der Seite noch nicht als TLS 1.2 umstellen. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef aus, mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Über eine App buchten sie das Ticket für die Bahn und über eine andere App die Übernachtung. Aufgrund eines Fehlers in der Datenübertragung musste auf eine alternative Zugverbindung ausgewichen werden. Hieraus resultierte eine verspätete Ankunft am Zielort ...

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