Vor 10 Jahren: Schutz von Metadaten im Prozess

CK • Washington. Was geschieht mit Metadaten, die im Prozess an die Ge­gen­sei­te gelangen? Darf eine Par­tei die un­sicht­ba­ren Daten, die mit einem ein­fa­chen Text­pro­gramm oder Hex-Edi­tor sicht­bar ge­macht wer­den kön­nen, bei­spiels­wei­se aus Text­datei­en he­raus­klau­ben und gegen die Gegen­sei­te ver­wen­den?

Grundsätzlich gilt im amerikanischen Aus­for­schungs­be­weis­ver­fah­ren, dass al­les, was heraus­gege­ben werden musste, ver­wer­tet werden darf. Dazu könn­te auch der Man­dan­ten­kom­men­tar zäh­len, der in einem Doku­ment nur für den eige­nen An­walt be­stimmt und und vor der Über­gabe an die Gegen­seite schein­bar ge­löscht war.

Metadaten gehören jedoch in der Regel nicht zu den Daten, die an die Ge­gen­seite ab­zu­liefern sind. Sie können einer Geheimnis­schutz­bestim­mung, Da­ten­schutz oder einem Ver­wei­gerungs­recht nach US-Recht unterfallen. Auch be­rufs­ethisch stellt sich für den US-An­walt die Frage des Um­gangs mit sol­chen Da­ten. In Maryland darf ein Rechtsanwalt nach Opinion 06-442 die Meta­daten nut­zen, ohne die Ge­gen­seite zu be­nach­richtigen.

In Florida gilt das andere Extrem: Die Ge­gen­seite ist zu unter­rich­ten, wenn sol­che Da­ten ge­fun­den wurden, und die Ver­wer­tung ist unter­sagt ...

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