WEKO: Bussen gegen Grossbanken wegen Zinsderivat-Kartellen

von Oliver Kaufmann
Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat in den Untersuchungen der Zinsderivat-Kartelle erste Bussen im Umfang von insgesamt CHF 99.1 Mio gegen verschiedene Grossbanken verhängt. Mit verschiedenen Banken wurden im Zuge dessen einvernehmliche Regelungen abgeschlossen, wobei die Verfahren gegenüber denjenigen Banken und Brokern weiterlaufen, die keine einvernehmliche Regelung abschliessen wollten.

Gegenstand der fünf Untersuchungen waren bzw. sind unterschiedliche Verhaltensweisen von insgesamt 21 Parteien (16 Banken und 5 Broker) im Zusammenhang mit verschiedenen Referenzzinssätzen und Finanzprodukten. Die Parteien hatten sich nach den Feststellungen der WEKO in unterschiedlicher Zusammensetzung über die Beeinflussung der Preisgestaltung von Zinsderivaten abgesprochen und marktsensible Informationen ausgetauscht.

Mit den Verfügungen vom 5. und 14. Dezember 2016 wurden nundrei der insgesamt fünf Untersuchungen abgeschlossen. In zwei Untersuchungen laufen die Verfahren gegen diejenigen Parteien weiter, die keine einvernehmliche Regelung abschliessen wollten:

1. CHF-LIBOR: Selbstanzeige von Royal Bank of Scotland (Sanktionserlass); Bonusregelung für JPMorgan (Sanktionsreduktion); Verfahren mit einvernehmlichen Regelungen abgeschlossen und Einstellung des Verfahrens gegenüber zwei Brokern.

2. CHF-LIBOR-Spreads: Selbstanzeige der UBS (Sanktionserlass); Bonusregelung für Royal Bank of Scotland sowie JPMorgan (Sanktionsreduktion); Sanktion gegen Credit Suisse; Verfahren mit einvernemlichen Regelungen abgeschlossen.

3 ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK