Justiz-und-Recht überführt Fake-News als Mittel der Satire – Legitime Falschmeldungen im Internet

Die der Verbreitung von Fake-News verdächtige Satire wurde heute morgen am Flughafen Berlin-Brandenburg BER verhaftet. Wie ein Polizeisprecher sagte, sei es nur dem beherzten Eingreifen einer Sondereinheit von Justiz-und-Recht zu verdanken, dass die Flucht der Satire nach Südamerika im letzten Augenblick vereitelt werden konnte …

Wollen Sie solche Nachrichten lesen? Vor dem Hintergrund massiver Meinungsmanipulation durch Falschmeldungen bei den US-Präsidentschaftswahlen überschlagen sich derzeit Politiker darin, Maßnahmen gegen Fake-News zu fordern, die bis hin zu Geld- oder gar Haftstrafen reichen sollen. Es geht um den Persönlichkeitsschutz der „Opfer“ von Fake-News und darum, der Manipulation von Wählern durch Falschmeldungen etwas entgegenzusetzen. Das sind respektable Ziele. In einer offenen und demokratischen Gesellschaft geht es nicht an, Personen Äußerungen und Handlungen zu unterlegen, die sie nicht getan haben. Eine offene und demokratische Gesellschaft basiert auf dem Anspruch, nach der Wahrheit zu streben. Und selbstverständlich gilt dies auch und gerade im Hinblick auf Tatsachen, die Grundlage für die Wahlentscheidungen der Wähler sein können.

Nun könnte man an dieser Stelle gut darüber diskutieren, ob die sich gerade dem Kampf gegen Fake-News verschreibende Politik sich zuerst einmal an die eigene Nase fassen sollte, ob sie frei von Manipulation und Unterdrückung von Wahrheit agiert, wie es um ihre eigene Redlichkeit bestellt ist. Aber es soll um etwas anderes gehen: Fake-News als legitimes Mittel von Satire.

Satire ist seit der Antike ein Mittel, sich kritisch mit etwas auseinanderzusetzen. Ihr Wesensmerkmal ist die Verzerrung der Wahrheit, im günstigsten Fall mit dem Ergebnis, dass dieselbe umso deutlicher hervortritt. Satire kann die menschlichen und zwischenmenschlichen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten aufs Korn nehmen und wurde und wird so schon immer akzeptiert ...

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