Zu dem Vorfall in Berlin: Die Toxizität des Terrors

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Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft die fällt

– C’est l’histoire d’une societé qui tombe –

In Berlin ist am Montagabend ein Lastwagen auf einem Weihnachtsmarkt in die Menge gerast. Zwölf Menschen starben, weitere 46 wurden teilweise schwer verletzt. Innenminister Thomas de Maizière sagt, es handele sich um einen Anschlag. Der Lastwagen sei absichtlich in Richtung der Menschen gelenkt worden. Der Anfangsverdacht gegen einen pakistanischen Asylbewerber hat sich nicht erhärtet, er ist nicht der Gesuchte.

Die Mathematik des Terrors ist eine einfache. Sie denkt unvereinbar schwarz – weiß und erschöpft sich damit in einer hasserfüllten Dimensionslosigkeit. Im Terror gibt es keine Größe des politischen Gewinnens und der Grat zwischen Bagatellisierung und Instrumentalisierung ist schmal. Wer den Terror zur parteipolitischen Profilierung nutzt, geht mit ihm als Komplize Hand in Hand.

Rechtsstaatlichkeit bedeutet auch, die Schuld dem Täter und nicht seiner Herkunft zuzurechnen ...

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