Urlaubs-Hotel nicht bewohnbar – die rechtlichen Folgen

Immer häufiger wurde ich in den vergangenen Monaten in der Beratungspraxis mit folgendem Sachverhalt bei Urlaubsreisen konfrontiert.

Die Urlauber buchen Hotel A mit bestimmter Ausstattung pauschal mit entsprechenden Leistungen.

Bei Ankunft folgt die böse Überraschung. Das Hotel hat gar nicht geöffnet, bzw. ist vor kurzem abgebrannt usw. Der Reiseverstantalter bringt die Kunden in Hotel B am selben Ort unter.

Hotel unbewohnbar – geschlossen

Der Reiseveranstalter wusste das bereits vorher, dass das Hotel nicht bewohnbar ist und gleich wohl informiert er weder Reisebüro noch den Kunden selbst. Der Reisende bleibt notgedrungen vor Ort, weil der Reiseveranstalter nur eine Rückbeförderung gegen Aufpreis anbietet. Der Reisende lehnte vor Ort die Ersatzunterbringung ab und kündigt den Vertrag.

In solchen Fällen stellt sich die Frage, welche Rechte stehen dem (zu recht enttäuschten) Reisenden zum.

Das Landgericht Hannover (U. vom 02.12.2016 – 22 O 15/16) hat nun einen solchen Fall in erster Instanz entschieden und den Urlauber vollumfänglich entschädigt.

Reisepreiserstattung

Die Richter begründen ihre Entscheidung unter anderem damit, dass allein der Umstand, dass das gebuchte Hotel vor Ort nicht verfügbar ist, einen Reisemangel darstellt, ohne dass es darauf ankäme, dass der Nutzen der Reise dadurch beeinträchtigt ist (s.a. Palandt-Sprau, BGB, 76. Auflage 2017, § 651c Rd.3b) ...

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