BGH bejaht Schadensersatzanspruch nach Preismanipulation des Verkäufers bei eBay-Auktion („Shill Bidding“)

Mit Urteil vom 24. August 2016 – VIII ZR 100/15- hat der BGH entschieden, dass bei einer Ebay-Auktion, bei welcher der Verkäufer selbst den Preis in die Höhe treibt, der Vertragsschluss zum letzten regulär gebotenen Preis eines anderen zustande kommt. Hat – wie im vorliegenden Fall, außer dem einzigen regulären Käufer niemand mehr als 1,50 € geboten, so wurde ein Kaufvertrag mit diesem Preis geschlossen.

Dies ergibt sich daraus, dass es sich bei einem Ebayverkauf gerade nicht um eine Versteigerung im Sinne des BGB, sondern um einen Verkauf gegen Höchstgebot handelt. Dieser erfolgt nicht nach § 156 BGB, sondern gemäß § 145 BGB ...

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