Abschlussprüferhonorare

von Robin Mujkanovic

Das Honorar für den Abschlussprüfer beurteilen manche Mandanten als Ärgernis, weil sie nicht wirklich einsehen, Geld für die Störung des Betriebsablaufs zu bezahlen. Einen direkten Vorteil für sich erkennen sie nicht. Andererseits wird seit vielen Jahren ein Druck auf die Honorare beklagt und ein dadurch ausgelöster Rückgang der Prüfungsqualität befürchtet. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber das Thema der Abschlussprüferhonorare mehrfach angefasst. Jüngst wurde zudem die Regelung des IDW zur Angabepflicht bezüglich des Honorars an gesetzliche Neuerungen angepasst.

Weil Abschlussprüfungen Ressourcen binden, muss man ihre Existenz immer wieder begründen. Aus ökonomischer Sicht steht dabei derzeit die Funktion zur Abmilderung von Prinzipal-Agenten-Problemen im Vordergrund, beispielsweise zwischen Anteilseignern eines Unternehmens und der Geschäftsführung. Dabei wird von einem Informationsvorsprung der Geschäftsführung (Agent) gegenüber den Anteilseignern (Prinzipal) ausgegangen. Das kann etwa dazu führen, dass die Geschäftsführung Handlungen ausführt, die ihren Nutzen steigert, aber für die Anteilseigner nicht von Vorteil sind. So können etwa übermäßig riskante Investitionen getätigt werden, weil die Geschäftsführung eine Belohnung im Erfolgsfall erwartet, Verluste aber die Anteilseigner tragen müssen. Würden die Anteilseigner das gesamte Entscheidungsfeld kennen, würden sie sich gegebenenfalls gegen die Investitionen entscheiden.

Zur Abmilderung solcher Prinzipal-Agenten-Konflikte werden unterschiedliche Maßnahmen diskutiert. So kann man für die Geschäftsführung Anreize setzen, die sie zu Handlungen im Interesse der Anteilseigner bewegen sollen. Das kann etwa durch die Beteiligung der Geschäftsführung am Unternehmen geschehen. Ein anderer Weg zur Abmilderung des Konflikts liegt in der Überwachung der Geschäftsführung durch die Anteilseigner ...

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