Wenn der Krankenversicherer sein Beratungspflicht verletzt

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat mit Beschluss vom 10. Juni 2015 (25 U 945/15) entschieden, dass es zu den Beratungspflichten eines privaten Krankenversicherers zählt, Kunden rechtzeitig und ausreichend auf die ggf. bestehende Möglichkeit hinzuweisen, die Kinder zum Ausbildungstarif zu versichern.

Eine Frau und spätere Klägerin war selbst und mit ihren beiden Kindern privat krankenversichert. Mit Erreichen des jeweils 20. Lebensjahres ihrer Kinder wurden für beide Beiträge auf Basis eines Erwachsenentarifs fällig. Die Klägerin verlangte von ihrem Krankenversicherer eine nachträgliche Tarifumstellung, als sie später davon Kenntnis erlangte, dass ein wesentlich günstigerer Ausbildungstarif als weitere Versicherung möglich gewesen wäre. Dies lehnte der Versicherer allerdings ab, so dass der Streit vor Gericht ausgetragen wurde. Vor dem Münchener Landgericht und dem OLG unterlag der Versicherer.

Die Richter beider Instanzen kamen zu dem Ergebnis, dass der Versicherer zur ausreichenden Aufklärung der Klägerin verpflichtet gewesen wäre, ihre Kinder im Ausbildungstarif weiter zu versichern ...

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