OLG Celle: Wer in einem Umgangsverfahren die Erstellung eines Gutachtens ungebührlich verzögert, muss zum Schluss den Gutachter selbst bezahlen.

von Gerhard Kaßing

Die Mutter - von Beruf Rechtsanwältin - boykottiert den Umgang zwischen den Vater und den beiden Kindern, dies trotz Umgangsbeschlusses des Gerichts und trotz verhängten Zwangsgeldern. Der Vater beantragt ein Vermittlungsverfahren und das Gericht ordnet im Rahmen dieses Verfahrens die Erstellung eines Gutachtens über die Frage an, ob Umgang gewährt werden kann.

Der Gutachter bemüht sich ab September 2009 um Kontakt zur Mutter und zu den Kindern. Diese boykottiert die Bemühungen des Gutachters - unter anderem auch durch einen aussichtslosen Ablehnungsantrag - bis Juli 2010. Das Gutachten kann erst im Oktober 2010 erstattet werden. Wegen mehrfachen Referatswechsels kommt es zu einer Gerichtsentscheidung erst am 26 September 2013. Die Kosten des Gutachtens sollen beide Eltern jeweils zur Hälfte tragen.

Beide Elternteile legen Rechtsmittel ein ...

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