Rezension: Europäische Grundrechte-Charta

von Dr. Benjamin Krenberger

Stern / Sachs, Europäische Grundrechte-Charta, 1. Auflage, C.H. Beck 2016


Von Wirtschaftsjurist Christian Paul Starke, LL.M., Kreuztal




Mit dem Kommentar zur Europäischen Grundrechtecharta von Klaus Stern und Michael Sachs ist 2016 nach zehn Jahren quasi der Nachfolger des bekannten und beliebten Tettinger / Stern erschienen. Mit seinem hochdekorierten Autorenteam aus namhaften Wissenschaftlern setzt er die Tradition des meinungsfreudigen „Kölner Kommentars“ fort. Dabei können die Autoren auf eine seit nunmehr 15 Jahren lebhaft geführte Diskussion über die Grundrechtecharta in Literatur und Rechtsprechung zurückgreifen, die sie dezidiert auswerten.


Das Werk befindet sich hierbei auf dem Stand von Anfang 2016. Es handelt sich um ein Hardcover und ist dementsprechend sehr langlebig. Die Seiten sind griffig und lassen sich gut durchblättern. Das Werk umfasst insgesamt über 800 Seiten Text, ergänzt durch ein 13-seitiges Sachverzeichnis, welches das Auffinden der jeweils relevanten Ausführungen erleichtert. Hervorhebungen wichtiger Suchbegriffe durch Fettdruck im laufenden Text lässt es hingegen schmerzlich vermissen.


Der Kommentierung vorangestellt ist ein sehr umfassendes, 10-seitiges Literaturverzeichnis, das alle Standardwerke zum deutschen und europäischen Verfassungsrecht enthält, wobei sich die Autoren hier nicht nur auf die deutsche Perspektive beschränkt, sondern auch internationale Literatur ausgewertet haben. Die Ausführungen zu den einzelnen Grundrechten beginnen mit dem Abdruck der kommentierten Norm und der Angabe, in welchen supra- und internationalen Rechtsakten sowie mitgliedsstaatlichen nationalen Verfassungsbestimmungen das jeweilige Schutzgut noch verbürgt ist ...

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