„Back to the roots“ – woher kommt Compliance eigentlich?

Ist die Compliance-Kultur so alt wie die Bibel? Im Buch Genesis wird immerhin erzählt, was passierte, nachdem Adam und Eva von der verbotenen Paradiesfrucht kosteten. Seither haben Adam und alle seine Nachkommen das Paradies nie wieder betreten.

Soweit das Alte Testament. Tatsächlich dürften die Ursprünge unserer heutigen Compliance-Vorgaben aber deutlich jüngeren Datums sein: Der Gedanke von Compliance hat seinen Ursprung in der amerikanischen Finanzbranche, als Insider-Skandale gigantischen Ausmaßes die US-Wirtschaft erschütterten. International tätige Großkonzerne begriffen, dass sie sich organisatorisch gegen regelwidriges Verhalten schützen mussten. Auch in Deutschland wurden daraufhin zunehmend legislative Anstrengungen unternommen, vor allem im Bereich von Banken und Versicherungen, um die Einhaltung von kapitalmarkt- und wertpapierrechtlichen Anforderungen sicherzustellen.

Im September 2001 setzte das Bundesjustizministerium (BJMV) eine Regierungskommission ein, mit dem Auftrag, die Standards guter Unternehmensführung im Deutschen Corporate-Governance-Kodex (DCGK) niederzulegen und jährlich zu überprüfen. Die Kommission besteht aus Vertretern von Vorständen und Aufsichtsräten kapitalmarktorientierter Unternehmen und deren Stakeholdern. Der DCGK beinhaltet wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften und hat zum Ziel, das deutsche Corporate-Governance-System transparent und nachvollziehbar zu machen ...

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