Abzugsverbot für „Herrenabende“ einer Anwaltskanzlei nicht zwingend

Sind die Aufwendungen für sogenannte „Herrenabende“ einer Anwaltskanzlei steuerlich abzugsfähig? Nein, entschied das Finanzgericht Düsseldorf noch 2013. Dem Abzug stehe das Abzugsverbot für Aufwendungen für Jagd oder Fischerei, für Segel- oder Motoryachten sowie für ähnliche Zwecke entgegen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hob das Urteil hingegen auf und verwies die Sache zur neuen Entscheidung an das Finanzgericht Düsseldorf zurück. Betriebsausgaben für die Bewirtung und Unterhaltung von Geschäftsfreunden im Rahmen eines Gartenfests fallen nicht zwingend unter das Abzugsverbot des Einkommensteuergesetzes (EStG).

Der Bundesfinanzhof führte aus:

Im Streitfall hatte eine Rechtsanwaltskanzlei in mehreren Jahren sog. „Herrenabende“ im Garten des Wohngrundstücks des namensgebenden Partners veranstaltet, bei denen jeweils bis zu 358 Gäste für Gesamtkosten zwischen 20.500 € und 22.800 € unterhalten und bewirtet wurden. Das Finanzgericht (FG) hatte das Abzugsverbot bejaht, weil die Veranstaltungen „Eventcharakter“ gehabt hätten, ein geschlossener Teilnehmerkreis vorgelegen habe und die Gäste sich durch die Einladung in ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung bestätigt fühlen durften.

§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr ...

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